Leserbriefe : Ein sozialer und schöner Weihnachtsbaum

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Betrifft: „Auf die Spitze getrieben Welcher Baum ist der schönste?“ im Tagesspiegel vom 6. Dezember 2002

Wir bedanken uns ganz herzlich, dass Sie den von uns gestalteten und geschmückten Weihnachtsbaum vor dem Roten Rathaus in diesem Jahr als den schönsten Weihnachtsbaum von Berlin ausgewählt haben. „Der Baum ist sozial und schön zugleich", heißt es in Ihrem Artikel. Das stimmt. 230 sozial benachteiligte junge Berliner aus 23 Ländern der Erde erhalten im SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin, einer Einrichtung des SOS-Kinderdorf Vereins, eine anerkannte Berufsausbildung in neun Berufen.

Allen voran die Gärtner, die Fachkräfte im Gastgewerbe, die Maler und die Teilnehmer aus dem „Freiwilligen sozialen Trainingsjahr“ haben die Gestaltung des Weihnachtskranzes im Roten Rathaus und an der 27 Meer hohen Fichte aus Oberösterreich mitgewirkt. Es war für uns eine große Ehre und gewaltige Herausforderung, einen solchen großen Baum für den Regierenden Bürgermeister und für die Stadt Berlin zu gestalten. Zuvor hatten wir das noch nie ausprobiert. Wo bekommen wir die richtigen Kerzen? Wie viele Lichter werden benötigt? Welchen Schmuck können wir verwenden und wie stellen wir diesen her? Welche Fläche hat ein solch großer Baum? Es war ein tolles Projekt und zum ersten Advent war der Baum fertig. - Wir auch. - Wir haben Berliner Firmen befragt und um Hilfe gebeten. Der Schmuck wurde selbst angefertigt. Wir wollten zeigen, dass junge Berliner etwas für die Stadt Berlin leisten. Wir wollten nicht jammern, dass es für soziale Projekte zu wenig Geld gibt, sondern ein attraktives Projekt für Berlin machen, damit das Weihnachtslicht für alle Berliner Familien und die Besucher der Stadt leuchtet und ein Zeichen für Freude und Frieden in der Welt setzt.

Burkhard Schäfer (Leiter des

SOS-Berufsausbildungszentrums Berlin)

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