Leserbriefe : Erfolg der Regierung

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Betrifft: „Weniger Drogentote“ im Tagesspiegel vom 9. August 2002

In der deutschen Drogenpolitik gab es eine Neuausrichtung. Es wurde erkannt, dass Repressionen das Drogenproblem nicht lösen können, mancherorts sogar noch verschlimmern. Beispielsweise ist die Drogenbeauftragte nicht länger im Innenministerium, sondern im Gesundheitsministerium angesiedelt. Drogen sind nicht länger primär ein strafrechtliches Problem, sondern werden mehr und mehr den Bereichen Gesundheits- und Sozialpolitik zugeordnet. Abhängige werden nicht mehr als Kriminelle, sondern als hilfsbedürftige Kranke gesehen. Mit diesem Grundgedanken und den damit verbundenen Hilfsangeboten wie Ersatz- und Originalstoffabgabe, verbesserten Therapieangeboten und Drogenkonsumräumen wurde eine deutliche Reduktion der - seit Jahren steigenden - Zahl der Drogentoten erreicht.

Dies ist ein Erfolg der rot-grünen Drogenpolitik. Von den konservativen Parteien werden die Hilfsangebote als verhängnisvolle Signale der Verharmlosung der Drogengefahr gesehen. Durch diese Ideologie wurde Kranken effektive Hilfe verweigert.

Max Plenert, Hüttenfeld

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