Leserbriefe : Es gibt in Afghanistan andere Probleme als fehlende Panzer

„Als Besatzer taugen wir nicht“

von Gerd Appenzeller und „Wehrbeauftragter: Schwere Panzer nach Afghanistan“

von Hans Monath und Michael Schmidt vom 7. April

Der vom designierten Wehrbeauftragten des Bundestages Königshaus geforderte Einsatz von Leopard-2-Kampfpanzern in Afghanistan wird nicht für mehr Sicherheit der dort eingesetzten Soldaten sorgen sondern das Gegenteil wird eintreten. Für die Taliban würde der Einsatz der Panzer Ansporn sein, einen der besten Panzer der Welt mit allen Mitteln anzugreifen und zu vernichten.

Guido Tworeck, Berlin-Steglitz

Die Frage, die wirklich unter den Nägeln brennt, ist nicht, ob die Bundeswehrsoldaten Leopard-2-Panzer in Afghanistan brauchen, sondern ob der Einsatz in Afghanistan nicht besser so schnell wie möglich beendet werden sollte.

Wenn der afghanische Präsident Hamid Karsai einer geplanten Nato-Offensive gegen die Taliban die Unterstützung verweigern will und den Taliban noch dazu ankündigt, dass er bereit wäre, in Zukunft mit ihnen gemeinsame Sache zu machen, ist es meiner Meinung nach höchste Zeit, das Land zu verlassen.

Gerd Appenzeller hat es auf den Punkt gebracht: Die Anwesenheit westlicher Truppen in Afghanistan basiert auf dem Willen der afghanischen Führung. Als Besatzer taugen wir nicht!

Klaus Winterberg,

Berlin-Neukölln

Der neue Wehrbeauftragte ist noch nicht im Amt aber schon trompetet er den Marsch der Unbeugsamen! Warum erst in Kanonenrohre von Leopard-Panzern schauen lassen, werfen wir doch gleich flächendeckend Streumunition – Karsai und Kollateralschaden hin oder her.

Dr. Udo Küppers, Bremen

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