Leserbriefe : Griechen trinken Ouzo kontrolliert

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Betrifft: „Kniebeugen in Athen“ vom 6. Juni 2004

Gab es nichts Neues zu sagen, ohne auf dem Klischee herumzureiten? Nicht alle Griechen rennen mit Souflaki in der Hand herum (die meisten kochen zu Hause) und sie trinken auch nicht regelmäßig Ouzo (dafür gibt es eine ganz genaue Verfahrensweise), und sind nicht alle nachts bis zum Morgengrauen unterwegs. Nicht alle Taxifahrer, und schon gar nicht alle „Periptera“, geben falsches Restgeld heraus oder verlangen überzogene Preise.

Steht in keinem Reiseführer, dass Griechen den Weg und den Fahrplan erfragen und dass die meisten Griechen, besonders in Athen, englisch sprechen und behilflich sind?

Das U-Bahn-Gedrängel habe ich in Berlin und in Athen am eigenen Leib erfahren: Das Bahnsystem ist in der Tat in Athen nicht so ausgebaut wie in Berlin, sodass die zur Verfügung stehenden Züge recht voll sind. Aber so frech und unhöflich wie hier in Berlin habe ich die Menschen dort nie erlebt, auch sind die Züge nicht mit Müll und Graffiti beschmutzt wie hier in Berlin.

Der Autor hat sich nicht wohlwollend über Land und Leute informiert. In Athen ist der „Ablauf“ sicherlich anders, aber nicht unbedingt insgesamt schlechter. Ein bisschen mehr Toleranz, meine Herren!

Carolyn Clemens-Alevizakis, Berlin-Reinickendorf

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