Leserbriefe : Ich habe drei Tage zum Lesen gebraucht

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Betrifft: Die TagesspiegelSonderausgabe

Erlauben Sie mir, Ihnen für diese Ausgabe Dank und Anerkennung auszusprechen. Nirgends habe ich eine so umfassend-gründliche Aufarbeitung des 17. Juni in den Printmedien gefunden. Ich habe drei Tage gebraucht, um den Tagesspiegel durchzuackern. Dieser Tag und der nachfolgende 4. November 1956 haben meinen (Jahrgang 39) Berufsweg entscheidend geprägt.

Einzig das Interview mit dem Herrn Grass, der anscheinend immer noch nicht begriffen hat, dass die Brandtsche Ostpolitik nur auf dem Fundament der Westintergration des Alten von Rhöndorf möglich war, hat mit dessen Geschichtsklitterung das positive Bild Ihres Beitrags vom Volksaufstand in der DDR, – natürlich war es ein Volksaufstand oder sind Angestellte oder Ärzte vielleicht nicht Mitglieder eines Volkes? – etwas getrübt.

Ehrhard Wessensdorf, Kümmersbruck

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