Leserbriefe : Ist Rauchen in der Öffentlichkeit Privatsache?

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Zur Diskussion um Rauchverbote

Es ist rührend zu lesen, wie sich alle um unsere Gesundheit bemühen. Aber hat schon mal jemand daran gedacht, das Handy in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten zu verbieten? Qualm sieht man nämlich und kann ihm aus dem Weg gehen. Handystrahlen sind unsichtbar! Ich fühle mich davon in meiner Gesundheit bedroht. Und wie sieht es mit der Autobahnraserei aus? Deutschland ist das einzige Land ohne Tempolimit. Wie viele Menschen kommen dort zu Tode? Also wenn es in der Politik nichts Wichtigeres gibt, als sich in die Privatsphäre einzumischen – und Gaststätten werden immerhin noch privat betrieben – dann bitte ausnahmslos auf allen Gebieten, um die Gesundheitsfürsorge nicht einseitig zu betreiben. So werden nur die Menschen diskriminiert, die dem Staat mit der Tabaksteuer jede Menge Geld ins Säcklein bringen.

Barbara Wagner, Berlin–Frohnau

Es gibt eine Alternative, die ich bisher fast gar nicht in der deutschen Diskussion finde: Die Gastronomie-Anbieter dürfen und müssen sich entscheiden – entweder nur Raucher oder nur Nichtraucher. Auf diese Weise behalten sowohl Anbieter als auch Kunde ihr Recht auf eigene Entscheidung; gleichzeitig sind Streitfälle ausgeschlossen.

Ulrich Waack, Berlin-Lichtenrade

— Prof. Dr. Dagmar Schipanski,

Präsidentin der Deutschen Krebshilfe e. V.

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