Leserbriefe : Klimahysteriker sollten sich mäßigen

Zur Klimakonferenz auf Bali

Die Erde stirbt und wir sehen und spüren, dass sie ökologisch aus den letzten Löchern pfeift. „Wachset und mehret euch, füllet die Erde und macht sie euch untertan.“ Mit diesen hehren Worten aus 1. Moses 1.28 ff wurde dieser wunderbare Planet einst dem Menschen als hohes Gut übergeben und anvertraut. Was dabei herauskam, sehen wir: die totale, selbstzerstörerische Unvernunft!

Werner Fuchs, Mülhausen

Ich bin 46 Jahre alt. Mich geht die Diskussion um Erderwärmung und Klimawandel nichts an. Wenn der große Gau kommt, bin ich längst tot. Nach mir die Sintflut.

Peter Kamper, Bremerhaven

Wie viel mehr Aufmerksamkeit wäre mit einem US-Präsidenten Gore wohl unserem Klima zugute gekommen?

Jörg-Uwe Weiß, Berlin-Lichtenrade

Die prognostizierte globale Erwärmung hat eine Klimahysterie ohnegleichen ausgelöst. Dabei sind die Schreckenszenarios der naturwissenschaftlichen Untergangspropheten selbst nicht vor einen grandiosen Scheitern gefeit, denn es ist unverantwortlich, Computersimulationen für „sichere“ Prognosen zu halten.

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde die Angst vor einer neuen Eiszeit geschürt, der man mit absurden technischen Großprojekten, etwa der nuklearen Schmelzung des Polareises oder, angesichts der heutigen Lage noch bizarrer, der Steigerung des CO2-Gehaltes in der Luft, begegnen wollte. Warmphasen, selbst mit höheren Durchschnittstemperaturen als heute, hatten im Lauf der Geschichte keineswegs zwangsläufig negative, sondern mitunter erhebliche positive Folgen. Diese Warmzeiten gehören zu den großen treibenden Entwicklungsfaktoren, welche unter anderem die Neolithische Revolution und die Entstehung der alten Hochkulturen bewirkten. Selbst eine Kaltphase, etwa die „Kleine Eiszeit“ zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert, hat in Europa die Entwicklung nicht nachhaltig zu bremsen vermocht, im Gegenteil.

Klimahysteriker sollten sich mäßigen, sich die Geschichte des Klimas ansehen und aus den kulturellen Reaktionsmöglichkeiten früherer Gesellschaften lernen. Das kann helfen, mit Änderungen vernünftig umzugehen, denn sollte es tatsächlich Probleme mit einem angeblichen Klimawandel geben, wird man diese nicht lösen, wenn man auf die Apokalyptiker hört.

Jürgen Gojny, Dortmund

Wenn in wenigen Wochen das Unwort des Jahres gewählt wird, kann der Favorit eigentlich nur „Klimakatastrophe“ heißen. Das Wort ist lächerlich und unwissenschaftlich zugleich. Es macht Menschen mutlos, fatalistisch und ignoriert die weit größeren Klimaschwankungen, die es in der bisherigen Erdgeschichte gab. Natürlich hat die globale Erwärmung auch bedrohliche Aspekte, Angst auch begrifflich zu schüren, ist jedoch kein Mittel, aktives Handeln zu fördern.

Gerade Germanisten, wie die Juroren, sollten der ständigen Monothematisierung in den Medien entgegenwirken.

Dr. Stefan Otto,Berlin-Dahlem

Es ist keine Neuigkeit, dass weltweit, besonders durch die Erzeugung und Nutzung von Energie, die Umwelt belastet wird. Unbestritten ist, dass die Menschheit, regional unterschiedlich, auf bestem Wege ist, die Welt in eine noch unübersehbare Katastrophe zu steuern, wenn Energie weiterhin, wie derzeit, mit wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund fahrlässig genutzt wird.

Mir scheint, dass auch der angebliche Musterknabe Deutschland Sprechblasen produziert, aber vielfach gar nicht daran denkt, musterhaft den Energieverbrauch zu reduzieren. Hier ein Beispiel: In den kleinsten Gemeinden und besonders in großen Städten werden sehenswerte Gebäude und Einrichtungen in der Dunkelheit hell angestrahlt. Warum eigentlich? Komme mir bitte niemand damit, dass das für den Tourismus nützlich sei.

Renate Tietz, Berlin-Wilmersdorf

Flachbildfernseher im Test

vom 14. Dezember

Viele Anbieter verschweigen den Energiebedarf ihrer Fernseher. Auch in Ihrem Artikel wird diesem Aspekt nur wenig Platz eingeräumt. Wer über 1000 Euro für einen neuen Fernseher ausgibt, den interessieren jährliche Mehrkosten von 80 Euro recht wenig. Dabei ist der Leistungsbedarf dieser Geräte nicht vernachlässigbar. Wenn ich davon ausgehe, dass alle 40 Millionen Haushalte demnächst einen neuen Fernseher besitzen und eine durchschnittliche Mehrleistung von 100 Watt pro Gerät annehme, dann bedeutet das für Deutschland einen Leistungsbedarf von 4000 Megawatt. Das wiederum entspricht der Leistung von vier Kernkraftwerken. Ich verstehe daher nicht, warum nicht auch Fernsehgeräte, die ja täglich und länger laufen als Waschmaschinen, einer Energieeffizienzklasse zugeordnet werden.

Helmut Lebeau, Schlüchtern

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