Leserbriefe : Komplexes Problem

„Gezündelt / Bernd Matthies über

den Umgang mit unwillkommenen

Touristen“ vom 3. Juni

Ich kann die Aussage von Herrn Matthies voll und ganz unterschreiben. Es kann wohl doch nicht wahr sein, das Menschen, welcher Volksgruppe auch immer, als Touristen hier einreisen und verlangen, Wohnung und Arbeit zu erhalten, dafür aggressiv Autofenster putzen und unschuldige kleine Kinder betteln und stehlen schicken. Hallo, wo leben wir?

Mein vollstes Verständnis gehört allen Menschen aus Krisengebieten Schwarzafrikas, des Iraks und des Irans, diese heiße ich sofort willkommen, da diese Grund haben, um ihr Leben zu fürchten. Ich denke, für unausgebildete Schnorrer, die im Alter von pubertierenden Kinder bereits eigenen Nachwuchs haben, ist hier kein Platz, schon gar nicht mit deren Anspruchsverhalten.

Touristen sind willkommen, aber Touristen pflegen abzureisen, keine Kirchen zu besetzen und die Berliner Regierung unter Druck zu setzen.

Beate Zupan,

Berlin-Tempelhof

Das Problem der Roma in Berlin ist sicherlich komplex und verdiente eine sorgfältige Berichterstattung ohne sattsam bekannte Ressentiments. Leider wurden diese Ressentiments in unerträglicher Weise im Kommentar von Herrn Matthies bedient. Da wird einfach mal so von „vorgeblichen Roma“ gesprochen, von „sich als verfolgt darstellenden“ Roma. Herr Matthies könnte als Leser des Tagesspiegels sehr gut über die untragbare Lage von Roma in Rumänien und Ungarn informiert sein.

Am schlimmsten ist aber der Satz, ein paar Kreuzberger Autonome hätten den Anstoß zur Affäre gegeben, „die wissen bekanntlich, wie man zündelt.“ Sind es denn dieselben Autonomen, die Autos anzünden und Roma unterstützen? mit was zündeln sie denn? Mit dem „gesunden Volksempfinden“, das in Deutschland schon manches Asylbewerberheim brennen ließ? Wer hier zündelt, ist Herr Matthies, mit einer Stimmungsmache, die im Land der Mörder an Roma im „Dritten Reich“ von keiner verantwortlichen Redaktion akzeptiert werden sollte.

Dr. Clemens Goldberg,

Berlin-Wilmersdorf

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