Leserbriefe : Kreativ sein

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„Fahrpreise rauf am 1. April“

vom 16. Oktober 2006

Die BVG legt eine Kalkulation vor, der Senat verhandelt ein wenig nach – und schon sind die Fahrpreiserhöhungen beschlossen. Der normale Unternehmer hat am Markt keinen Erfolg, wenn er zu teuer ist; er mutet sich und seinen Angestellten Gehaltseinbußen oder Mehrarbeit zu, damit das Unternehmen überleben kann. Und die BVG? Es ist an der Zeit, dass Herr Sarrazin mal das Rezept seines so erfolgreichen Sparkonzepts erklärt. Gibt es einen Experten, der die Kalkulation überprüft und Einsparpotenziale aufzeigt? Nicht mit der Entlassung von Personal, sondern intelligente Modelle. Kreatives Kostenmanagement ist angesagt, nicht Preiserhöhungen, gegen die sich im Grunde niemand wehren kann. Ich gebe zu, ich unterstelle dem Management der BVG einen Hang zur Simplifizierung und Selbstbedienungsmentalität, weil sich die meisten Fahrgäste nicht gegen die Preiserhöhung wehren werden – wie auch, wenn sie auf die „Öffis“ angewiesen sind.

Nikolaus Petersen, Berlin-Mitte

Da lese ich, dass der Personalvorstand, dessen Vertrag noch zwei Jahre läuft, vorzeitig bei Weiterzahlung des größten Teils seiner Bezüge entlassen wird. Nicht etwa wegen Unfähigkeit – nein, weil „die Chemie“ mit Herrn Sarrazin nicht stimmt. Dies kostet nur etwa 400 000 Euro. Herr Sarrazin sollte dies aus eigener Tasche bezahlen. Es ist empörend, die BVG-Preise zu erhöhen und gleichzeitig Animositäten zu finanzieren.

Christa Reiber, Berlin-Frohnau

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