Leserbriefe : Mir geht’s Berlin

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Betrifft: „Die Hauptstadt der Barbaren“ vom 20. August 2003

Ich las Ihren Artikel über die Einstellung oder besser die Erfahrungen von Leutchen, die nicht aus Berlin kommen und nun den Alltag in dieser Stadt erleben. Und ich muss schon sagen, dass sich meine Erfahrungen sehr anders gestalten. An einem meiner ersten Morgen fahre ich mit dem Bus nur eine Haltestelle weit. Sagt der Fahrer: „Na, für eene Haltstelle brauchen Sie keen Ticket, da kommt doch eh keen Kontrolleur! Fahrn’se mit und jenießen Se den Morjen!“ In welcher Stadt in Deutschland gäbe es das? Ad zwei: Ich möchte für einen Freund im hiesigen Ausländeramt erfahren, welche Schritte für die Erlangung einer Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland notwendig sind. An einem Morgen sagt die Dame in der Pförtnerloge: „Wat wolln’s Se? Nur Auskünfte? Also heute isset doch so heiß, es is nich viel los, die oben haben nich ville zu tun. Schmeißen Se sich doch rein ins Verfahren. Vielleicht ham’ Se ja Jlück!“ Und vier Stunden später hat die Person die gewünschte Aufenthaltsgenehmigung.

HansH. Sawitzki, Berlin-Charlottenburg

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