Leserbriefe : Mit den Füßen abstimmen

Zum „Milchstreik“

Gäbe es eine Formel für faire Preise, der Erfinder hätte den Nobelpreis verdient. So ist nur die Frage, wer am längeren Hebel sitzt. Oder kennt jemand einen Bauern, der nicht über das Wetter klagt, um jedes Jahr höhere Preise zu rechtfertigen? Aber es sind nicht nur die Bauern, es sind alle Kaufleute, die jede Chance nutzen, den Kunden über den bekannten Tisch zu ziehen, solange der nicht fähig ist dagegenzuhalten.

Der Kunde hat keine Lobby, aber auch er könnte handeln. Mancher kann eine Weile auf Milch verzichten. Man kann auch generell den Konsum herunterfahren, um der ungerechten Mehrwertsteuer zu entgehen. Besonders der Autofahrer ist in der Lage, über die Benzinpreise im wahrsten Sinne des Wortes mit den Füßen abzustimmen. Nicht jammern, ihr Kunden, handeln!

Hans-Dietrich Stenzhorn,

Berlin-Kladow

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