Leserbriefe : MoMA-Projektmanagement ist nicht voll im Bilde

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„MoMASchau: Großer Ärger kurz vor Schluss“ vom 2. September 2004

Man kann die Warteschlangen vor der MoMA-Ausstellung als Zeichen großen Zuschauerinteresses deuten. Ich verstehe sie als Ausweis von Arroganz und Inkompetenz der Organisatoren. Dass es anders gehen kann, habe ich bei mehreren Gelegenheiten im Ausland erlebt: Ohne Wartezeit habe ich dort große Ausstellungen besucht, weil es vorab buchbare, zeitlich bestimmte Tickets gab.

Ludger Pesch, Berlin-Friedenau

„Schlange liegen“ vom 27. August 2004

Ach, was sind wir alle stolz auf unsere MoMA. Und was ist das für ein toller Kult, bis zu elf Stunden warten zu dürfen. Auch nachts. Ist das wirklich Kult? Oder müssten wir uns nicht schämen, dass wir den Touristen, die im Schnitt nur zweieinhalb Tage in Berlin sind, einen Tag durch Wartenmüssen rauben?

Hans-Henning Romberg, Berlin-Wilmersdorf

„Der letzte Trick“ vom 31. August 2004

Dass kaum einer das Jahreskarten-Angebot der Staatlichen Museen nutzt, kann in Anbetracht der deftigen Preise kaum verwundern. Dass es auch anders geht, zeigen die Niederlande: Dort kostet die „Museumkaart“ (Jahres-Museumskarte) für sämtliche Museen des Landes nur 25 Euro! So bringt man die Menschen in die Museen.

Peter Müller, Berlin-Mitte

Erst gab es keinen Einlass mit Jahreskarte Plus, dann gab es Einlass mit ermäßigtem Tarif, aber dem Anreiz, nicht warten zu müssen, daraufhin gab es die Empfehlung die Jahreskarte Plus zu kaufen, um eben nicht warten zu müssen, kurz darauf, von einem Tag auf den anderen (wir haben die Karte Plus am Dienstag extra gekauft), stehen wir in der Schlange und lernen mit anderen verärgerten Menschen, was es heißt, Schlangengerechtigkeit zu üben.

Karsten Drohsel, Berlin-Moabit

„MoMA-Schau: Großer Ärger kurz vor Schluss“ vom 2. September 2004

Mittwochnachmittag an der Kasse der MoMA-Ausstellung, man hatte auf den Tipp vom Tagesspiegel hin zwei Jahreskarten Plus gekauft: „Sie wissen aber, dass Sie mit diesen Karten nicht zum VIP-Eingang reindürfen!?“ Gegenfrage: „Seit wann?“ Antwort der Kassiererin: „Seit heute!“ Und sie zeigt auf ein Schreiben ihrer Verwaltung, die ab 1. September den speziellen Einlass verbietet. Man verzichtet auf den Besuch.

Peter Lang, Berlin-Pankow

Frau von Chlebowski begründet die Änderung damit, dass die VIP-Schlange zu lang wurde und „Schlangengerechtigkeit“ hergestellt werden sollte. Eine „Projektleiterin“, die ihr Projekt nicht zum Wohlgefallen ihrer Kunden/Gäste leitet, sondern zu deren Missfallen, sollte etwas anderes tun als Projekte leiten. Finde ich.

Hermann Mildner, Berlin-Schöneberg

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