Leserbriefe : Nicht einmal gehüpft

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Betrifft: „Von sozialer Ausgewogenheit keine Spur“ vom 23. Juli 2003

Mit dieser „Reform“ sind wir ja gerade noch einmal davongekommen! Womöglich wäre einer unserer findigen politischen Geister sonst noch auf die Idee verfallen, als medizinischen Erstkontakt im Krankheitsfalle den Besuch beim guten alten Barbier oder Fleischer wiederzubeleben (kostengünstig, Tarifgestaltung entsprechend den Vorgaben der Fleischer bzw. Friseurinnung). Das scheinbar Wichtigste: Regierung und Opposition können anlässlich dieses Jahrhundertwerkes als Brüder/Schwestern im Geiste um die Wette strahlen. Da wird einem warm ums Herz. Solche Versöhnungsgesten sind mir natürlich auch Bares wert, da werde ich nicht um Gebisse feilschen! Spaß beiseite: Diese Reform als unausgewogen zu bezeichnen, wäre milde ausgedrückt. Hier sind unsere kreativen politischen Köpfe nicht etwa zu kurz gesprungen – nein, sie sind noch nicht einmal gehüpft.

Rainer Kientopf, Berlin-Staaken

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