Leserbriefe : Nicht weiter weggucken

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„Starke Blutungen unter der Hirnhaut“

vom 29. Januar 2006

Bravo zur Veröffentlichung eines solchen Artikels! Die Autorin macht deutlich, was wir alle erleben und doch ständig verdrängen: In Deutschland hat sich „gefälligst jeder um seinen eigenen Dreck zu kümmern“! Es geht nicht an, weiter wegzugucken und sich die Einmischung zu verbieten. Nachbarn, Lehrer, Ärzte und Ämter haben – so finde ich – die verdammte Pflicht und Schuldigkeit sich einzumischen. Oder wenigstens mit dem, was sie bemerken, an die Öffentlichkeit zu gehen. Oder zu versuchen, Verstärkung bei Gleichgesinnten zu finden, um handlungsfähig zu werden.

Wo kommen wir alle hin, wenn wir nicht endlich eine Kultur der Verantwortlichkeit und Zivilcourage entwickeln? Was würden sie sich wünschen, wenn sie die Opfer wären? Nicht auch, dass jemand hinschaut und sich ihrer annimmt?

Anna Trökes, Berlin-Zehlendorf

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