Leserbriefe : Rechnen kann unmenschlich sein

„Brücke zur Außenwelt / Viele autistische Kinder brauchen Hilfe, um den Schulalltag zu bewältigen. Doch nun will der Senat bei der Betreuung sparen“ von Laura Wieland vom 1. April

Dass schon wieder bei den „Schwächsten“ an der Förderung seitens des Senats gespart werden soll, überrascht mich keineswegs. Seit Jahren warnen Pädagogen vor allzu großen Sparmaßnahmen, da im Nachhinein die Folgekosten die Gesellschaft teuer zu stehen kommt. Das politische Vorgaukeln, etwas für die Kinder in Sachen Bildung zu tun, klingt in diesem Zusammenhang zynisch. Da Autismus in verschiedenen Ausprägungen erscheint, sind die Schwerstbetroffenen besonders durch Schulhelfer in der Lage sich besser in ihrer Umwelt zurechtzufinden. Wie in obigem Artikel beschrieben, eine Brücke ihrer in sich selbst verhafteten Welt zur Aussenwelt zu erfahren. Da die Gesellschaft daran gemessen wird, wie sie mit ihren schwächsten Gliedern umgeht, ist hier eine Kosten-Nutzen-Rechnung unmenschlich und zeigt mal wieder, wo wir inzwischen gelandet sind.

Birgitt Schlaak, Berlin-Friedenau

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