Leserbriefe : Sicherheit darf keine Ware sein

„Polizei will nicht Bus und Bahn fahren“ von Jörn Hasselmann und Klaus Kurpjuweit vom 28. Oktober

Jeden Tag erscheinen Notizen über Gewalt gegen BVG-Fahrer. Zwar werden immer wieder die Täter gefasst, aber das nützt den bedrängten Fahrern überhaupt nichts. In London – und wahrscheinlich auch in anderen Städten – sitzen die Fahrer hinter einer Glasscheibe mit einer Öffnung im Handbereich. Warum nicht auch hier? Man könnte sich den ganzen Aufwand für Ermittlung und Ahndung sparen und würde die Fahrer schützen.

Manfred Müller, Berlin-Steglitz

Dass die „gefühlte Unsicherheit“ in Bussen und Bahnen in den letzten zwei, drei Jahren dramatisch gestiegen ist, das wird jeder BVG-Nutzer ohne Weiteres bestätigen. Und was die Busfahrer betrifft, das scheint langsam ein Job für Masochisten zu werden! Jetzt nur mal so angedacht: Wäre es nicht lohnenswert, die „Bus-Marshalls“ unter den jugendlichen Migranten selbst zu suchen? Viele von ihnen würden gerne arbeiten und Verantwortung übernehmen. Und die überwiegende Mehrheit derselben ist hochanständig, das wissen wir.

Fernando Urrejola, Berlin-Mariendorf

Die Gewalt gegen Busfahrer und Fahrgäste im Nahverkehrsbereich steigt dramatisch. Täter sind, wie es in Ihrem Artikel laut Aussage eines BVG-Fahrers heißt, fast ausschließlich jugendliche Täter „mit Migrationshintergrund“. Gemeint sind aber nicht jugendliche Grönländer, Japaner oder australische Aborigines, sondern Türken und Araber, die sich hier seit langem schon als Herrenmenschen aufführen und die Gewalt ihres islamischen Kulturkreises in unser Leben tragen.

Doch solange unsere Politiker dieses Problem herunterspielen, ja totschweigen und im Gegenzug jedem, der das Desaster beim Namen nennt, mit der Rechtsextremismuskeule drohen, so lange wird sich wohl nichts ändern.

Stefan Gläser, Berlin-Frohnau

Richtig! Wer den Sicherheitszuschlag fordert, der sollte vom (Dienst-)Wagen auf Busse und Bahnen umsteigen und erleben, wie U- und S-Bahnen zu Imbissbuden, Trinkhallen und Müllhalden umfunktioniert werden, wo laut Musik aus den Handys dröhnt und wo es auch zu Gewalttätigkeiten kommt. Vor allem gegen das Personal der BVG.

Für die Sicherheit von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz sind die Arbeitgeber verantwortlich. Dass sich Fahrgäste jetzt ihre eigene Sicherheit im ÖPNV erkaufen sollen, ist eine unhaltbare Forderung. So wird Sicherheit zur Ware. Wer sich diese „Ware“ nicht leisten kann, muss demnach Gewalt in Kauf nehmen?

Reden wir von Berlin, oder von Johannesburg?

Sybille Uken, Berlin-Wilmersdorf

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