Leserbriefe : Sturm im Wasserglas

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Betrifft: „Mörder von morgen“ vom 16. März

Ich habe Jürgen Fliege nicht gesehen, kann mich also nur auf das Zitat von Herrn Broder beziehen. Warum diese Aufregung Herrn Broders? Befürchtet er allen Ernstes, dass Herr Fliege der Wegbereiter des Internationalen Terrorismus ist? Wohl kaum...

Was wollte denn Herr Fliege sagen? Wohl doch nicht viel mehr, als dass die Wurzeln des Terrorismus nicht mit Gegengewalt zu beseitigen sind. Bevor Terroristen zu Terroristen wurden, waren sie „normale" Mitglieder ihrer Gesellschaft, die sich Stück für Stück radikalisierten.

Stimmt, Herr Broder: Wir müssen die Mörder fassen und bestrafen, nicht mit ihnen diskutieren. Stimmt, Herr Fliege: Wir müssen fragen: Wie konnte das geschehen? Wie kann man so etwas in Zukunft verhindern?

Eigentlich hat Herr Broder gewusst, was Fliege sagen wollte. Der ganze Streit ist ein Sturm im Wasserglas, weil es gar keine prinzipiell unterschiedlichen Ansichten zwischen beiden gibt.

Peter Kaiser, Rothenburg o.d.T.

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