Leserbriefe : Unendliches Verständnis für Inakzeptables

„Die etwas andere Erregungskultur – Hass als Tonstörung: Muhabbet ist Musiker, nicht Politiker“ von Kai Müller

vom 16. November

Die gedanklichen Verrenkungen, die Kai Müller unternimmt, um die entlarvenden verbalen Hassausbrüche des Rappers Muhabbet zu bagatellisieren, passen so recht ins Bild des medialen Umgangs mit unseren islamischen Mach-Kids. Dieser ist in weiten Teilen der veröffentlichten Meinung nach wie vor geprägt durch geradezu unendliches Verständnis für inakzeptable Verhaltensweisen bzw. Äußerungen der armen frustierten Migranten, die angesichts unserer bösen Gesellschaft ja gar nicht anders können, als hin und wieder auszurasten! Und wenn da so ein Rapper privat seinen gegen Islamkritiker gerichteten Gewaltfantasien freien Lauf lässt, während er mit seiner Musik den Friedfertigen gibt, ist dass nicht etwa verlogen, sondern ein „Widerspruch eines sich moralisch Bewährenden“. Darauf muss man erst mal kommen! Im Gegensatz zu Eva H. (Psst, bloß den Namen nicht laut aussprechen) hat Muhabbet eben ein Liedchen mit zwei Spitzenpolitikern geträllert – da hat er, was verbale Ausrutscher anbelangt, wohl Carte blanche auf Lebenszeit.

Wenn schon kein Zeichen für die Scheinheiligkeit des Rappers Muhabbet, so ist der ganze Vorgang zumindest charakteristisch für die bigotte Empörungs-/Beschwichtigungsmaschinerie hierzulande: Einerseits droht Ächtung und der Strafrichter, bringt man dämlicherweise Autobahnen oder Muttertag in einen falschen Kontext.

Träumt dagegen der testosterongeschwängerte islamische Jungbürger mit „Migrationshintergrund“ von der Folterung und Ermordung missliebiger Personen, ist das lediglich ein entschuldbarer Ausrutscher. Diese Geisteshaltung ist schlicht zum Speien!

Rainer Kientopf, Berlin-Staaken

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