Leserbriefe : VERTRIEBENE Mehr Gedenkstätten

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Betrifft: „VertriebenenBund sucht weiter nach geeignetem Domizil“ vom 19. August 2003

Europa als Vaterland der Vaterländer – die Vision läuft Gefahr, durch kleinkarierte Geschichtsklitterung zerredet zu werden.

So wie das Schicksal der Deutschen in den historischen Kontext Europas gestellt werden muss, so müssen auch die gesamteuropäischen Verwerfungen nach 1945 die Rolle und das Schicksal der Deutschen berücksichtigen. Es gibt keine einzig richtige Wahrheit.

Es kann nur die Erkenntnis geben, welche aus dem Neben- und Miteinander unterschiedlicher Perspektiven entsteht. Wir brauchen sowohl eine deutsche als auch eine europäische Gedenkstätte. Menschliche und europäische Größe spiegelte sich darin wider, dass die deutsche Hauptstadt einer europäischen Gedenkstätte eine Heimstatt böte und gleichsam den Vertriebenen der jeweiligen Nationalität dort Gelegenheit zum Gedenken gegeben wird, wo sich einst die jeweilige Heimat befand.

Roland Bösker, Bremen

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