Leserbriefe : Was neues für die Gesundheit

„Unter Schmerzen / Die Ärzte warnen

vor schlechter Versorgung“

von Rainer Woratschka vom 21. Mai

Die Stärkung der Gesundheit aller Bürger und deren medizinische Versorgung befindet sich seit Jahren im Teufelskreis eines „blinden“ Aktionismus! Weder Politiker noch Pharmaunternehmen, weder Ärzteschaft noch Krankenkassen, weder neudeutsche „Wellness“-Vertreter noch Krankenhäuser tragen nachhaltig zur Gesundung des komplexen Organismus Mensch bei. Auch wenn oft lobbyistisch das Gegenteil behauptet wird.

Und wenn die Ärzteschaft um ihr „mageres“ Einkommen jammert, die Pharmaindustrie kassiert und kassiert und die Politik den Bürger durch den Gesundheitsfonds scheinbar besser stellen will, in Wirklichkeit aber noch mehr „auspressen“ wird, scheint die nachhaltige Stärkung der Gesundheit der Bürger noch mehr in weite Ferne zu rücken.

Wo sind aber die tatsächlich neuen Ansätze für eine wirksame ganzheitliche Vorsorge? Denn das ist der effizienteste Weg Kosten und Krankheit zu vermeiden bzw. zu minimieren!

Ein erfolgversprechender Weg könnte darin liegen, für jeden Bürger ein persönliches Gesundheits-Wirkungsnetz zu erstellen. Was heißt das? Maßstab für eine optimale vorsorgende Erhaltung der Gesundheit ist nicht die Maximierung der Versorgungsleistung einzelner pharmakologischer, medizinischer, gesetzgebender u. a. Aktivitäten (mit z. T. zweifelhaften Klassen, Grenzwerten, Wirkstoffen, Therapien) sondern deren wirksame qualitative und quantitative Vernetzung. Dieses ganzheitliche Vorgehen stellt die gegenwärtige Gesundheitsstrategie aktionistischer Selbstbereicherung Einzelner geradezu auf den Kopf – und das ist zwingend erforderlich!

Dr. Udo Küppers, Bremen

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