Leserbriefe : Windenergie ist nichts für die Börse

-

Betrifft: „Experten: Ohne Atomstrom geht es nicht“ vom 5. Juni 2004

Windenergieanlagen sind in Deutschland durchaus nicht 2000 bis 3000 Stunden „im Einsatz“. Im Jahre 2003 erreichten sie eine Volllastbenutzungsdauer (das ist ja wohl gemeint) von etwas weniger als 1500 Stunden (17 Prozent). Und Spitzenlast können sie durchaus nicht abdecken: Spitzenlast (peak energy) wird an der Energiebörse täglich für den Zeitraum von 8 bis 20 Uhr gehandelt – niemand kann garantieren, dass die Windenergie während dieses Zeitraums verfügbar ist. Und zu einem guten Teil bläst der Wind in der Nacht – wenn an der Börse Strom für unter zehn Euro pro Megawattstunde angeboten wird.

Windenergie ist also durchaus nicht als Spitzenlast zu bewerten. Zu jedem Windenergiekonverter gehört notwendigerweise ein Reservekraftwerk, so lange keine wirtschaftliche Speicherung möglich ist.

Klaus G. Krämer, Geschäftsführer, EFET Deutschland – Verband deutscher Gas- und Stromhändler e.V., Berlin

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben