Leserbriefe : Zurückgeschenkte Uhr

-

Betrifft: Treuegeschenk des Tagesspiegels

Ein Werbegeschenk ist stets willkommen, aber selten bedankt man sich dafür (leider). Die „KienzleRetro-Armbanduhr“ vom Tagesspiegel hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, und deshalb möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Vor 50 Jahren wohnte ich in Berlin-Nikolassee. Ich hatte zum zehnten Geburtstag eine „Kienzle-Uhr“ bekommen. Ich ging ins Gymnasium Wannsee und meine Freunde kamen z. T. aus Kleinmachnow zur Schule. Bei einem Besuch dort entdeckte ich eine „Käthe-Kruse-Puppe". Ich wusste, dass ich sie unverzüglich für meine sechsjährige Schwester kaufen musste, hatte aber kein Geld; so ließ ich meine Uhr zum Pfand dort, um sie am nächsten Tag mit dem Geld meiner Eltern wieder auszulösen. Es kam anders: Der Bahndamm war abgesperrt, und selbst meine Freunde konnten nicht mehr in den „Westen“ zur Schule kommen.

Dass ich nach 50 Jahren vom Tagesspiegel „meine“ Uhr zurückgeschenkt bekommen würde, wäre mir nie in den Sinn gekommen. 1000 Dank! Außerdem lese ich jeden Morgen mit Genuss alles über meine Heimatstadt im Tagesspiegel! Sogar am Sonntag! Karen-Dagmar Harrington, Hamburg

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben