Leserbriefe : Zweierlei Maß

Zur Finanzkrise

Unsere Regierung misst mit zweierlei Maß: Für die Pendlerpauschale, die Millionen Arbeitnehmern zugute kommen würde, ist kein Geld da. Auch Hartz-IVEmpfänger werden am Existenzminimum allein gelassen. Für sie alle ist kein Geld da. Wenn aber Manager und Banker Milliarden Euro auf den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten verzocken, gibt es Staatsbürgschaften in Milliardenhöhe, für die die Steuerzahler aufkommen müssen. Das passt nicht zusammen und ist wenig glaubwürdig.

Albert Alten, Wernigerode

Müsste sich nicht die Bundeskanzlerin vor die Kameras stellen und sagen: „Liebe Landsleute, für Kindertagesstätten, Schulen, Universitäten und Forschung, also für unsere Zukunft, fehlen uns leider immer die erforderlichen Millionenbeträge, aber wenn es um die Rettung verantwortungslos geführter Banken geht, dann stampfen wir mal kurz über 20 Milliarden aus dem Boden. Ich verstehe, dass Sie das nicht verstehen können. Aber ich will es Ihnen mal erklären …“ Stattdessen reibt sich Oskar Lafontaine die Hände, und am nächsten Bundestagswahlabend kommt dann das große Gejammer über die irregeführten Wähler. Also, Frau Merkel, machen Sie es kurz und retten Sie schon jetzt, was überhaupt noch zu retten ist.

Ulrich Waack, Berlin-Lichtenrade

Bei der Finanzkrise läuft es ab wie immer: Die Großen können sich alles erlauben, und die Kleinen müssen für deren Fehler bluten. Dass wir Bürger jetzt Milliarden zahlen müssen, weil die Banken den Hals nicht voll genug kriegen konnten, ist eine Riesensauerei!

Anke Brunner, Berlin-Friedenau

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