Meinung : Methusalems Mediengesetze

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An Stars werden immer höhere Ansprüche gestellt. Wir überschütten sie mit haufenweise Geld und Liebe, und da dürfen wir zweifellos eine gewisse Rückerstattung erwarten. Wer sich also nach einer ShowKarriere einfach ins Privatleben zurückzieht, muss dafür schon einen sehr guten Grund haben. Einfach nur halb tot saufen und im Rollstuhl sitzen reicht da nicht, wie wir jetzt an Harald Juhnke sehen, zu dessen bevorstehendem 75.Geburtstag bereits verschiedene Live-Auftritte erwogen werden. Die wichtigsten Voraussetzungen sind offenbar erfüllt, denn ein Arzt teilte jetzt mit, Juhnke könne wieder laufen und nehme seine Umgebung wahr. Na prima: Das ist bekanntlich genug, um sich für ein langes Jahr im Container zu qualifizieren, da wird es für eine Show am Sonnabend allemal reichen. Vielleicht bei „Wetten, dass?“ wo dann eine Wette des Inhalts denkbar wäre, ob sich der Jubilar den Text von „My Way“ merken kann oder zehn verschiedene Champagnersorten am Bukett erkennt. Gigantische Quoten! Ein wenig besorgt sind wir allerdings um Inge Meysel, der es nach einem Oberschenkelhalsbruch offenbar sehr schlecht geht. So bedauerlich das auch ist: Der Jubilar hat der Sendung zu seinem 100.Geburtstag beizuwohnen. Das verlangen die Mediengesetze spätestens seit Johannes Heesters.

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