Meinung : Mit spitzer Feder: Die Männerfrage

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Hut ab vor den französischen Männern des ausgehenden 18. und des ausgehenden 20. Jahrhunderts! Wofür die so herhalten müssen. Ein amerikanischer Historiker hat sich mal mit den Männern der französischen Revolution befasst. Und er kam zu der bahnbrechenden Erkenntnis, dass die wirklichen Revolutionäre, also die, die was verändern wollten, fast immer Zweitgeborene waren. Erstgeborene hingegen waren, so der Wissenschaftler, eher am puren Machterhalt interessiert. Kurz gesagt: Die kleinen Brüder stürmten die Bastille, und die großen Brüder stellten die Guillotinen auf. Bei der jüngsten Studie ging es weniger um die Lebensleistung französischer Männer als um die Umstände ihres Todes. Es gibt da eine tolle Datensammlung zu den Herzanfällen in Frankreich zwischen 1987 und 1997. Die Auswertung hat ergeben, dass die Zahl der Infarkt-Toten unter 25 bis 44 Jahre alten Männern an Samstagen und Sonntagen am höchsten war. Welche Schlüsse können wir - jenseits des oberflächlichen Aha-Effekts - daraus fürs Leben ziehen? Disko nur Mittwochs? Regierungsämter nur für Einzelkinder? Jedenfalls ist es ein Skandal, dass wieder mal niemand die Frauen gefragt hat.

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