Meinung : Mutter Courage

„Missstände sollen nicht publik werden“ vom 24. Juli

Es ist bewundernswert, wenn Menschen Zivilcourage zeigen und Missstände anprangern, wie im Fall der Altenpflegerin Brigitte H. In unserer immer älter werdenden Gesellschaft ist dieser Beruf, der zumal auch noch mit Freude ausgeübt wird, gar nicht hoch genug zu bewerten.

Leider hegt Arbeitgeberpräsident Hundt am Urteil des Europäischen Gerichtshofes erhebliche Zweifel und befürwortet somit den Rückfall ins Mittelalter. Missstände, die durch Beschäftigte aufgedeckt werden, sind im Interesse von Unternehmen und Gesellschaft. Befindet sich jemand an so exponierter Stelle wirklich in der richtigen Position? Ohne engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist keine gute und wirtschaftlich erfolgreiche Volkswirtschaft möglich. Das sollte in die Überlegung eines verantwortungsvollen und sozial engagierten Arbeitgebers einfließen, falls es in Deutschland noch welche gibt.

Jörg Rother, Berlin-Lankwitz

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