Meinung : Nach ihm die Sintflut

SADDAM BEREITET FLUCHT NACH LIBYEN VOR

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Man wirft den Amerikanern nun schon lange vor, sie würden jeden Anlass willkommen heißen, um den Irak angreifen zu können. George W. Bush ist als schießwütiger Cowboy längst identifiziert. Aber ist seine Gnadenlosigkeit so fehl am Platz, wenn es um Saddam geht? Der legt sich in Ruhe die Karten. Ein kleines Spielchen mit der Uno hier, ein Kräftemessen mit US-Kampfflugzeugen dort. Er blickt auf ein Tableau an Möglichkeiten und wird am Ende diejenige ergreifen, die ihm am besten gefällt. Und das heißt: nur ihm und seinem Clan. Für 3,5 Milliarden Euro habe er seinen Lieben und Vertrauten ein sicheres Fleckchen in Libyen erkauft, die Reiseroute über Syrien festgelegt und somit – ein echter Diktator muss das irgendwann – vorgebaut. Jetzt gilt es nur noch, für sich und seinen Sohn Udai einen Staat zu finden, der sie aufnimmt, für den Fall, dass… Ja, dass es doch einen Krieg gibt. Den kalkuliert der Diktator ganz offensichtlich ein, und damit, doch gegen die UN-Resolutionen zu verstoßen. Auch jetzt, nach deren Annahme, behält er sich vor, zu entscheiden, was für ihn persönlich gut ist. Sein Volk lässt er dabei völlig außer Acht, das hat ihn nie gekümmert. Es ist verlassen, wenn es ihm vertraut. Genau deshalb ist die Kompromisslosigkeit eines George W. Bush vielleicht das einzige, auf jeden Fall ein angemessenes Mittel. Denn auf Saddam verlässt man sich nicht. nan

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