Meinung : Niemand außer Gysky

KRISE DER PDS

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Es liegt vor allem an Lothar Bisky und Gregor Gysi, dass es mit der PDS ohne Lothar Bisky und Gregor Gysi nichts wird. Sie haben sich aus der Führung der Bundespartei zurückgezogen, als die Ideologen stärker als die Pragmatiker wurden. Den Übergang organisiert haben sie nicht, stattdessen einer zerstrittenen Clique die Macht überlassen. Gysi schließlich hat mit seinem Rücktritt vom Amt des Berliner Wirtschaftssenators wenige Monate vor der Bundestagswahl der Partei einen Schlag versetzt, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat. Und jetzt? Gysi sondiert die Chancen, die Bisky in der Not als Parteichef hätte. Bisky fordert, dass Gysi wieder in die Bundespolitik zurückkehren soll. Keine Rede davon, dass für die PDS die Zeit längst reif ist für unverbrauchte Politiker, die in der Partei Ansehen finden und den einen oder anderen außerhalb der Partei wenigstens aufmerken lassen. Die nichts mit der Wahlniederlage 2002 und dem anschließenden Personalstreit zu tun haben. Ohnmächtig erleben die Genossen an der Basis, wie ihre Partei zugrunde gerichtet wird. Von Kaderpolitik – das müssten Bisky und Gysi aus Erfahrung wissen – hat einst sogar die SED mehr verstanden.m.m.

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