Nutzfahrzeugbauer in der Krise : Was doppelt hilft

Eine sinngemäße Anwendung der Abwrackprämie auch auf Nutzfahrzeuge könnte im doppelten Sinne nützlich sein: Sie wirkte als Konjunkturschub für die Fahrzeugbauer und wäre ein direkter Beitrag zur Luftverbesserung.

Gerd Appenzeller

Da die Weltfinanzkrise zu einer Weltwirtschaftskrise geführt hat, kommt der massive Auftragseinbruch bei den Nutzfahrzeugherstellern nicht überraschend. Die deutschen Autobauer sind auf diesem Gebiet Weltmarktführer, und dementsprechend hat der Konjunkturabschwung sie voll erwischt. Eine zweijährige Aussetzung der geplanten Erhöhung der Lastwagenmaut auf den Autobahnen würde dagegen wenig helfen. Eher könnte ein Blick auf die Abwrackprämie lehrreich sein, die bei den Personenwagen zu einem in dieser Höhe nicht erwarteten Anstieg der Neuzulassungen geführt hat. Alleine in Berlin werden ab 2010, wenn die nächste Stufe der Feinstaubverordnung in Kraft tritt, 30 000 Nutzfahrzeuge aus der Innenstadt ausgesperrt. Ähnliche Umweltzonen gibt es in vielen deutschen Städten. Eine sinngemäße Anwendung der Abwrackprämie auch auf diese Wagen könnte also im doppelten Sinne nützlich sein: Sie wirkte als Konjunkturschub für die Fahrzeugbauer und wäre ein direkter Beitrag zur Luftverbesserung in den Städten, weil moderne Motoren schadstoffärmer und viel effizienter als die der alten Stinker sind. apz

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