Meinung : Olympische Leistung ist keine Ware

„Deutsches Team verfehlt Medaillenziel“ vom 14. August

Ist es nicht eigentlich ein Verstoß gegen die olympischen Prinzipien, für Olympia eine zu erreichende Anzahl Medaillen vorzugeben? Und das auch noch vom Innenministerium im Zusammenwirken mit dem Deutschen Olympischen Sportbund? Ich meine, man kann vielleicht Hoffnungen, gar Erwartungen formulieren – aber eine olympische Leistung ist doch keine Ware, die man mal eben so liefern kann. Da steckt das ganz persönliche Engagement dahinter, die körperliche Fähigkeit, das monatelange Training, aber auch die absolute Ungewissheit, ob die Konkurrenz nicht einen Tick besser ist.

Dass die aus Steuergeld finanzierte Sportförderung an „Zielvorgaben“ geknüpft wird, mag ja den Steuerzahler trösten. Nur, die Förderung von deren Erreichen abhängig zu machen, das geht zu weit. Das sollten auch die Förderer etwas olympischer, sportlicher handhaben.

Horst Meyer, Berlin-Lichterfelde

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