PORTRÄT CARLA BRUNI PRÄSIDENTENGATTIN: : „Mein Mund ist versiegelt“

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Als Hommage an die französische Hauptstadt will Woody Allen seinen neuen Film verstanden wissen, „Midnight in Paris“, der am kommenden Mittwoch zur Eröffnung des Filmfestivals in Cannes gezeigt wird. Für die im romantischen Postkartenidyll inszenierte Komödie mit Owen Wilson und Rachel McAdams hatte der US-Regisseur auch Carla Bruni engagiert. Als Museumsführerin spielt die Frau des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy darin zwar nur eine Nebenrolle. Doch auf den Kino-Plakaten rangiert ihr Name an dritter Stelle, und in den Vorberichten ist vor allem von ihr die Rede. Fürs Publikum ist sie der Star.

Zur Premierengala nach Cannes wird sie aber nicht reisen. Sie habe keine Zeit, sagte die viel beschäftigte Komponistin und Sängerin von Chansons den Lesern der Zeitung „Le Parisien“. Von Eingeweihten wird indes ein anderer Grund genannt, warum sie den roten Teppich den Hauptdarstellern allein überlassen wolle. Die Première Dame Frankreichs sei schwanger, wird in Pariser Salons kolportiert.

Vom Wunsch eines zweiten Kindes hatte die 43-jährige Mutter eines neun Jahre alten Sohns aus einer früheren Beziehung schon bald nach der Eheschließung 2008 mit dem 13 Jahre älteren Sarkozy gesprochen. Von der Regenbogenpresse angekündigte frohe Botschaften erwiesen sich aber immer wieder als falsch. Nun jedoch werden Indizien kommender Mutterfreuden angeführt, die runden Wangen zum Beispiel oder die Schärpe, die sich die Präsidentengattin mit der gekonnten Eleganz des ehemaligen Mannequins neuerdings vor den Bauch hält. Einer Leserin des „Parisien“, die sie auf eine Schwangerschaft ansprach, gab sie die sybillinische Antwort: „Mein Mund ist versiegelt, um etwas zu beschützen.“ Und auf die Frage, ob man in sechs Monaten mehr wissen werde, sagte sie unter Lachen: „Ja.“

Nun werden die Spekulationen erst richtig losgehen. Ein Mädchen oder ein Junge? Zwillinge gar, wie ein neues Gerücht besagt? Welchen Namen? Wird Sarkozy, dessen vierte Vaterschaft es wäre, Elternurlaub nehmen und den Nachwuchs vielleicht selbst im Kinderwagen durch den Park von Versailles schieben? Fragen über Fragen, mit denen „Paris Match“, „Gala“ und andere einschlägige Blätter die Nation demnächst unterhalten dürften. „Großbritannien hatte seine königliche Hochzeit, wir werden unser Elysée-Baby bekommen“, spottet „Le Monde“. Hans-Hagen Bremer

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