Meinung : Regent der Vernunft

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Keiner weiß, wie viele Kinder er hat, dafür weiß jeder, dass er nicht verheiratet ist. Albert II., der neue Regent Monacos, hat schwer mit dem schlechten Image seines kleinen Reiches zu kämpfen. Dabei war es nicht er, der dauernd Schlagzeilen machte, es waren vielmehr seine Schwestern Caroline – und ihr Mann Ernst August – und Stephanie. Dass bei Alberts Inthronisierung keine hochrangigen Vertreter anderer Häuser und Regierungen waren, zeigt die geringe Wertschätzung. Das ändert sich vielleicht. Alberts Ankündigung, das einstige „Geldwäscheparadies“ seines Vaters Rainier III. in die Moderne zu steuern, Transparenz einzuführen und Seriosität auszustrahlen, könnte Wirklichkeit werden. Schon jetzt wird weniger Wert auf Pomp gelegt, Effizienz hält Einzug in die Verwaltung. Alberts spröde und schüchterne Ausstrahlung passt gut dazu. Dass das spanische Königshaus gestern demonstrativ fehlte, hat etwas mit der Vernunft des neuen Herrschers zu tun: Albert hatte bei der spanischen Olympiabewerbung das Terrorismusproblem angesprochen. os

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