Meinung : Rumms

„Befreit die Parkplätze“ vom 2. Dezember

Gut, dass Martenstein auf diesen Zustand hingewiesen und die Untätigkeit der Verwaltungen bei den Dauerbaustellen und den Sperrungen der Parkplätze reklamiert hat. Ich glaube aber, dass er zumindest an einigen Stellen den Sinn dieser Maßnahmen nicht richtig einschätzt. Es handelt sich dabei um ein gezieltes Mittelstandsförderprogramm des Senats. Zum Beispiel erlebt man immer wieder, dass auf den Autobahnen kilometerlang Baken aufgestellt werden und damit die Fahrspuren eingeengt werden, ohne dass etwas passiert, ähnlich wie bei seinen Parkplätzen. Bei 10 km und einem Bakenabstand von ca. 10 m sind das ca. 1000 Baken. Stellen Sie sich vor, wie viel Lagerraum die Unternehmen vorhalten oder mieten müssten, um diese 1000 Baken zu lagern, wenn kein Auftrag vorliegt. Also werden sie auf den Autobahnen abgestellt, das spart den Unternehmen erhebliche Kosten und ist somit ein hinterlistiges Mittelstandsförderprogramm. Würde der Senat dies richtig vermitteln, hätten alle Autofahrer und Steuerzahler natürlich volles Verständnis für Unannehmlichkeiten.

Siegfried Brandt, Kleinmachnow

Martenstein trifft einmal mehr genau ins Schwarze. Er konstatiert, was passiert, wenn keiner kontrolliert und Missbrauch sanktioniert. Selbstverständlich ist nach der Polizeireform alles besser geworden. Behauptet die Politik. Wegen der Sparzwänge. Früher musste der Kontaktbereichsbeamte über anstehende Baustellen informiert, die Arbeiten mussten fristgerecht begonnen werden. Sonst setzte es erhebliche Bußgelder. Heute steht auf den von Herrn Martensteins Mitbewohner entfernten Schildern meist nicht einmal der Name der Baufirma. Diese könnte ja für ihre Eigenmächtigkeit verfolgt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Ulrich Scheiwe, Berlin-Steglitz

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