Schäuble und Fitschen : Eine ziemlich sichere Bank

Ausgerechnet der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, hat Wolfgang Schäuble einen Riesengefallen getan. Und zwar, indem er den Bundesminister der Finanzen wegen dessen Kritik an den Banken als populistisch und seine Haltung als unverantwortlich bezeichnet hat. Abgesehen davon, dass Schäuble inhaltlich-sachlich Anlass hat, kritisch auf die Finanzindustrie zu schauen: Politisch wird Fitschen genau das Gegenteil dessen erreichen, was er mutmaßlich erreichen wollte. Denn andersherum hätte es so viel Hintersinn, dass der kaum zu glauben ist. Dann nämlich hätte Fitschen Schäuble bewusst angegriffen, um ihm auf diese Weise den Ministerposten sichern zu helfen. Immerhin spricht Christdemokrat Schäuble mit seiner Kritik den Sozialdemokraten aus der Seele. Deren Chef, Sigmar Gabriel, wird jetzt noch besser sagen können: Mit dem können wir leben. Zumal für die Zukunft. Sparen ist nicht populär, Steuererhöhungen sind es nicht, Hilfszahlungen an notleidende EU-Staaten auch nicht. Viele inhaltlich-sachliche Punkte trennen einen Finanzminister gleich welcher Couleur von den übrigen Ressortverantwortlichen im Kabinett und von den Ministerpräsidenten. Summa summarum: Das Amt ist nicht vergnügungssteuerpflichtig. Vergnüglich wird es da nur, wenn es auch mal eine andere Art Finanz-Politik gibt.cas

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