Meinung : Sich selbst im Weg

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Juppé geht – schrittweise. Jacques Chirac bleibt. Aber die moralische Autorität des französischen Präsidenten ist erschüttert und seine politische Handlungsfähigkeit gefährdet. Es ist wie ein Déjàvu: Seine erste Amtszeit verdarb sich Chirac mit der Niederlage in vorgezogenen Parlamentswahlen, seine zweite Amtszeit wird nun durch die juristischen Spätwirkungen früherer Fehler beeinträchtigt. Es stellt sich die Frage, wie viel Schwung der Präsident und seine Rechtsregierung noch haben, um die in Aussicht gestellten Reformen durchsetzen zu können. Wird Chirac nur noch als „lahme Ente" regieren?

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