SPD und Wulff : Auf die feine Art

Da gibt es ein Rumoren in der SPD, das ihr gar nicht gut bekommen kann. Es ist der Wunsch, einen Untersuchungsausschuss im Bundestag zum Fall Wulff einzurichten. Das wäre so ziemlich das Letzte, was sie tun sollte. Eine platte parteipolitische Aufladung des Ganzen ist unpassend. Einmal, weil es bei fast allen Bekundungen von Betroffenheit vorrangig ums Amt ging, um dessen Bedeutung. Die würde aber, logischerweise, leiden. Respekt sieht anders aus. Zum Zweiten, weil nicht das ungute Bild entstehen darf, dass der gegenwärtige Inhaber unbedingt aus dem Amt gehebelt werden soll. Was die Beweggründe endgültig nicht mehr hehr erscheinen lässt, wenn zugleich einer der Ihren, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, als Nachfolger in Betracht kommt. Das Vorgehen passte auch nicht zu Steinmeier, der doch kein Konfrontationspolitiker ist. Nein, die Sozialdemokraten tun allemal besser daran, sich in diesem Fall so zu verhalten: Differenziert bewerten, mit Maß urteilen. Die Grünen schaffen das. So fein, wie das Präsidentenamt sein soll, muss seine Behandlung sein. Die Maßstäbe, die angelegt werden, sprechen für sich; und gegen den, der sie nicht achtet. Christian Wulffs Anwalt tut ja derweil ein Übriges, dass die Öffentlichkeit das so schnell nicht vergisst. cas

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