Meinung : Staat und Terror

clw

Zum Thema Online Spezial: Terror und die Folgen
Themenschwerpunkte: Gegenschlag - Afghanistan - Bin Laden - Islam - Fahndung - Bio-Terrorismus
Fotostrecke: Bilder des US-Gegenschlags Nach dem 11. September haben sich die USA zurückgemeldet im Nahen Osten. Ihre Unterstützung Israels hatten die Amerikaner als Hauptursache für ihr schlechtes Image in der Region ausgemacht. Die Befriedung des Nahen Ostens wurde zum wichtigsten politischen Element der Anti-Terror-Strategie. Doch eine echte Beruhigung blieb bisher aus: Nach dem Attentat auf den israelischen Tourismusminister scheint Krieg in der Luft zu liegen. Die Amerikaner sind nervös, verlangen den sofortigen Abzug Israels aus den palästinensischen Städten. Doch Scharon zeigt sich stur, Verteidigungsminister Ben-Elieser nennt die Forderungen gar "fehl am Platz". Statt Ruhe gibt es ernste Friktionen zwischen den USA und Israel. Der Druck auf Scharon wächst, auch die Liquidierungen von Terroristen einzustellen. Aber kann er das: die Hände in den Schoß legen und zusehen, wie Arafat die Extremisten gewähren lässt? Was für die USA und die Taliban gilt, muss auch für Israel gelten: So lange Arafat sich weigert, die Attentäter auszuliefern, kann Israel den Druck nicht zurücknehmen. Und wenn Arafat nicht wenigstens die Top-Terroristen festnimmt, kann Israel es sich nicht leisten, auf die Liquidierung von Attentätern zu verzichten. Vorleistungen müssen von den Israelis darum woanders gefordert werden: beim Siedlungsbau etwa.

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