Meinung : Stellvertreter

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Mit einem starken Dokument hat sich der Vatikan der Politik zugewendet. Die ethischen Leitlinien für christliche Politik richten sich nur vordergründig an Katholiken. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Mischung zwischen Ordnungsruf und Wegweisung an alle politisch Handelnden. Die Kirche ruft sich damit als moralische Autorität nachhaltig in Erinnerung. An ersten Reaktionen lässt sich bereits ablesen, dass die Politik insgesamt keineswegs gewillt ist, sich der vatikanischen Leitlinie kritiklos zu unterwerfen. Es wäre fatal, wenn dieser Maßstab achtlos beiseite gelegt würde. Gerade unter dem Druck komplexer Entscheidungen müsste die Politik dankbar sein, wenn ihr eine moralische Autorität mit bedenkenswerten Leitlinien zur Seite steht.

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