Meinung : Umsonst und draußen

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Fast historisch“, wie die Kanzlerin sagte, war der Integrationsgipfel vor allem für die CDU. Deutschland ist ein Einwanderungsland, klar, und die Union hat es endlich gemerkt, über 50 Jahre, nachdem die ersten „Gastarbeiter“ herkamen. Besser spät als gar nicht? Die Beharrlichkeit, mit der praktische Konsequenzen aus der Rütli-Schule-Erkenntnis vermieden werden, mutet ebenfalls fast schon historisch an. Eile mit Weile lautet die Devise. Modernes Bleiberecht, nach Geburtsort geregelt statt nach Volkszugehörigkeit? Taugt nicht als Chefsache, die Ressorts sollen sich kümmern. Mehr Sprachförderung für Migrantenkinder? Angela Merkel findet’s richtig und wichtig, nur kosten soll sie nichts. Klar, wenn es um Zuwanderer geht, können Erzieher und Lehrer ruhig für lau arbeiten. Ein wohlfeiler Gipfel: Man redet freundlich miteinander, ansonsten mögen die Migranten bitte umsonst und draußen bleiben. Prima auch, dass dem Integrationsgipfel im Herbst der Islamgipfel folgen soll. Das eine hat mit dem anderen ja auch wirklich nichts zu tun. chp

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