Meinung : Ungerechte Umverteilung

„Reiche mögen Arme nicht / Studie warnt vor sozialer Kälte“ vom 4. Dezember

Seit Bestehen der Bundesrepublik war die soziale Marktwirtschaft ein wesentliches Element des Zusammenlebens aller Schichten der Gesellschaft. Der Unterschied des Lebensstandards zwischen den „Reichen“, den Höherverdienenden und den „Armen“ bestand in einem vertretbaren und von der Gesellschaft anerkannten Ausmaß.

Im Laufe der letzten dreißig Jahre haben sich die sozialen Leistungen des Staates zugunsten der „Armen“ so entwickelt, dass die Mittelschicht mit Recht den Eindruck hatte, dass diese Entwicklung zu ihren Lasten ginge. Die FDP hat von dieser Entwicklung und ihrem Versprechen profitiert, zugunsten der arbeitenden Bevölkerung gegenzusteuern. Die jetzige Regierung scheint jedoch kein Gespür für die große historische Leistung der sozialen Marktwirtschaft zu haben. Die jüngste Gesundheitsreform ist eines der vielen Beispiele der Belastung der Mittelschicht zugunsten der Reichen.

Es kann durchaus sein, dass die CDU kurzfristig an Ansehen gewinnt, weil sie die letzte Krise bisher in den Griff bekommen hat. Auf längere Sicht wird unserer Demokratie dieser Abschied von der sozialen Marktwirtschaft jedoch erheblich schaden.

Peter Hollmann, Berlin-Köpenick

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