Union und Steuern : Schlag auf Schlag

Diese Union kann wirklich von Glück reden, dass die SPD gerade gar nicht in Form ist. Oder dass es keine Opposition gibt, die ihr so richtig Dampf macht.

Stephan-Andreas Casdorff

Diese Union kann wirklich von Glück reden, dass die SPD gerade gar nicht in Form ist. Oder dass es keine Opposition gibt, die ihr so richtig Dampf macht. Denn wäre da eine schlagkräftige Truppe, eine „Kampa“, ein „War Room“, ein Obama-Team, würde die Union jetzt auseinandergenommen. Schlag auf Schlag kommen aus ihren Reihen neue und einander widersprechende Äußerungen zum Thema Steuern. Was macht eigentlich der CDU-Generalsekretär so? Was sein CSU-Kollege? Wenn einer von den beiden sagt, dass nun aber Schluss sein muss mit dem Gerede – dann ist das auch egal. Bloß ein Konzept, das überzeugt, wird nicht vorgelegt. Und was machen die zwei Parteivorsitzenden? Immer entweder dieses Ungefähre oder dieses Gemauschel. Himmel noch mal, das ist unwürdig für C-Parteien. Dazu gehört außerdem, dass sie nicht die Wahrheit sagen. Es gibt genau drei Möglichkeiten: Steuern erhöhen oder Sozialleistungen kürzen oder Staatsbankrott. Es kann doch nicht so schwierig sein, sich zu entscheiden. Wer das nicht kann, wer das nicht will, der soll auch nicht regieren (wollen). Das führte nämlich nur ins Unglück. cas

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