Meinung : Versprochen, gebrochen

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Imagebroschüren lässt die Universität Aachen von studentischem Geld drucken. Göttingen kauft Sportgeräte, die Uni Ulm heizt. Studiengebühren in Deutschland: Wieder wurde ein Versprechen gebrochen, nämlich das, die Gebühren würden die Lehre verbessern. Stattdessen werden sie vielerorts verplempert oder in Löcher gestopft, die die Sparrunden der Länder gerissen haben. Anstatt das sensible Thema Gebühren so behutsam anzugehen, wie es ihm zusteht, betrügen die Verantwortlichen die junge Generation. So wurden die in Aussicht gestellten „nachgelagerten“ Gebühren nirgends eingeführt. Die Studierenden zahlen nicht erst nach dem Studium, sondern sofort. Weil sich das nicht jeder leisten kann, hat man das Bankenwesen in den Bildungssektor hineingebeten. Die in nur kurzer Zeit gestiegenen Zinsen für die Kredite können so teuer werden wie das gesamte Studium. Gewinner sind nicht die Unis, sondern die Banken. Die versprochenen Stipendien sind nicht in Sicht. Deutschland tut alles, um die schlimmsten Befürchtungen der Gebührengegner zu bestätigen. akü

Seiten 1 und 23

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