Meinung : Vom Glauben wissen

M.G.

Die beiden Berliner Oberhirten machen Druck. Zu Recht: Den kirchlichen Schulen droht der rot-rote Senat mit Kürzungen, die Lage des Religionsunterrichts ist weiter misslich. Bei vielen Eltern hat sich das Bewusstsein für Werthaltungen neu geschärft. Und die SPD-geführte Bundesregierung möchte mit Begriffen wie Familie und Bildung im Herbst die Wahlen gewinnen. In solchen Zeiten fällt der Kontrast zur Berliner Schulrealität besonders krass ins Auge. Was die beiden Bischöfe verlangen, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Weltanschaulich gebundener Unterricht, also auch der Religionsunterricht, soll endlich aus der Grauzone geholt und voll in das übrige Schulgeschehen integriert werden. Huber und Sterzinsky geht es nicht um spezielle Privilegien für ihre Großkirchen. Sie sprechen auch für jüdischen und islamischen Religionsunterricht. Denn egal, was jemand glaubt - ethische Orientierung formt sich nun mal nicht durch regelmäßige Wissensduschen in Leistungskursen.

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