Meinung : Was sich gut verkauft

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So wird es im Spendenausschuss des Bundestages weitergehen bis zu seinem Ende. Sie wühlen in Akten, entstauben ein paar Fakten, oder das, was die jeweils anderen dafür halten. Die Union haut sie dann der SPD um die Ohren, die Sozialdemokraten den Christdemokraten, um das Thema möglichst lange am Leben zu halten. Die Vernehmung von SPD-Generalsekretär Franz Müntefering wegen der nordrhein-westfälischen Verfehlungen wird gekontert mit dem Besuch bei Waffenhändler Karlheinz Schreiber in Kanada wegen ominöser Rüstungsgeschäfte und der Schäuble-Baumeister-Auseinandersetzung um seine Spende. Da wird dann wieder kräftig Staub aufgewirbelt. Bei Müntefering, weil es Widersprüche zu SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier gibt, bei Schreiber, weil er sich zum Widerspruch gereizt fühlt. Und bei Schäuble-Baumeister, weil die SPD der ehemaligen CDU-Schatzmeisterin zwar ihre Widersprüche vorhält, aber bisher niemand herausfinden wollte, ob es nicht vielleicht doch zwei Wahrheiten gibt, sprich: zwei Spenden. Was ihren Streit mit dem früheren CDU-Chef übrigens noch absurder machte. Gleichwohl, an allen Beteiligten wird etwas hängen bleiben, mindestens an allen beteiligten Politikern. Ob sich das lohnt? Nur für Schreiber. Dem kommt seine Vernehmung sicher recht, damit sich sein annonciertes Buch besser verkauft. cas

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