Meinung : Wie lebt sich’s gesund

„Weniger kann mehr sein“ vom 15. März

Als Fasten- und Ernährungsberaterin bin ich mit dem Artikel in allem sehr einverstanden, nicht jedoch mit dem, was die Fastenpatientin Tauber am Ende über ihre zukünftige gesunde Ernährung sagt: „Ich kaufe mehr Obst, mehr Gemüse, esse weniger Kohlenhydrate.“ Ob sie wohl weiß, dass in Obst und Gemüse neben Wasser in erster Linie Kohlenhydrate enthalten sind? Bestenfalls müsste es heißen: Ich esse weniger ungesunde Kohlenhydrate! Was im Klartext heißt, ich vermeide Kohlenhydrate, wie sie z. B. in Schrippen, Mischbroten, Kuchen, Süßigkeiten und Limonaden vorkommen! Kohlenhydrate, die an Ballaststoffe gebunden sind, wie in Vollkornbrot, -reis, Obst,

Gemüse und Hülsenfrüchten sind sättigend und haben einen vorteilhaften

glycämischen Index, der den Insulinspiegel nicht in die Höhe treibt. Es gibt eben gute und schlechte Kohlenhydrate,

genauso wie es gute und schlechte Fette gibt.

Eine gesunde Ernährung besteht aus Lebensmitteln wie Vollkornbrot, Obst und Gemüse, fettarmen Milchprodukten, gesunden pflanzlichen Ölen, wenig Fleisch und Getränken in Form von Wasser, Tees und Fruchtsaftschorlen.

Wir sollten unsere Empfehlungen in Lebensmitteln ausdrücken, nicht in Nährstoffen. Das führt sonst dazu, dass Menschen anfangen, gesundes Vollkornbrot, wertvolles Müsli oder Walnüsse zu meiden, nur weil in allen Medien jeweils im Wechsel die LowCarb- oder LowFat-Hysterie ausgerufen wird.

Dipl. oec. troph. Gisela Klaus,

Berlin-Zehlendorf

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