Meinung : Wind von der Saar

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Die Tatsache, dass bereits Schröders nächste Kanzlerkandidatur offen in Frage gestellt wird, zeigt woher der Wind weht. Oskar Lafontaine hat noch eine alte Rechnung mit ihm offen und lässt schon mal den Landeschef in Saarbrücken vorpreschen. Dass das Ganze anschließend flugs dementiert wird, gehört zum abgekarteten Spiel. Der BastaKanzler hat nicht mehr das letzte Wort. Bei allen wichtigen Entscheidungen muss Franz Müntefering grünes Licht geben. Ob das auf Dauer gut geht, muss sich erst noch zeigen. Sozialdemokratische Machtgefüge – das wissen wir aus den Zeiten der viel gepriesenen Troika – haben nicht unbedingt den Ruf besonders lebensfähig zu sein.

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