Meinung : Zeichen setzen

„Leute: Daniela Schadt und Joachim Gauck“ vom 4. Dezember

Die Nachricht, dass unser Bundespräsident Joachim Gauck zum Papstbesuch nicht seine Lebensgefährtin Daniela Schadt mitnimmt, hat uns sehr enttäuscht. Wir waren bisher immer stolz auf ihn, dass er sich zu seiner Lebensgefährtin bekannt hat, auch wenn sie nicht seine gesetzliche Ehefrau ist.

Gerade zu diesem Besuch im Vatikan wäre es wichtig gewesen, ein Zeichen zu setzen. Die katholische Kirche mit ihrem mittelalterlichen Frauenbild und der unnachgiebigen Familienpolitik hätte mal wieder ein nachdrückliches selbstbewusstes Zeichen eines protestantischen Pfarrers gebraucht, der die Absurdität eines eingeforderten katholischen Familienbildes vorlebt. Unser Bundespräsident hat es nicht nötig, sich von alten Männern vorschreiben zu lassen, wen er an seiner Seite auf einen Staatsbesuch mitnimmt.

Ingeborg Ussat, Berlin-Tegel

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