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War der israelische Einmarsch in die Autonomiegebiete vor zehn Tagen am Ende nur ein impotenter Rachefeldzug nach der Ermordung des Tourismusministers Seewi? Die Attentate der letzten Tage haben die Behauptung, die israelische Militärpräsenz in palästinensischen Bevölkerungszentren diene der Sicherheit der Israelis, als frommes Wunschdenken oder Propagandaschwindel enthüllt. Der erste Teilrückzug war militärisch und politisch - wegen des internationalen Drucks - logisch. Doch wenn einmal alle Panzer wieder an ihre "Status Quo Ante"-Position zurückgekehrt sein werden, also die damals schon vorgezogenen Stellungen vor Seewis Ermordung wieder eingenommen haben werden, dann beginnt erst der Weg zurück zu Verhandlungen. Dann werden von beiden Seiten Konzessionen abverlangt, zu denen sie bisher nicht bereit waren. Der nun erfolgte erste Teilrückzug war weniger eine Geste des guten Willens. Er sollte den Ansehensverlust Israels im Ausland begrenzen und Peres in der "Regierung der Nationalen Einheit" halten - mehr nicht.

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