Aktienmärkte : Dax und Dow Jones verlieren fünf Prozent
08.08.2011 23:32 Uhr
An der Börse kommt es meist anders, als man denkt. Das macht den Reiz und das Risiko des Aktienmarktes aus. Und es zeigt, dass Investoren oft anders auf schlechte Nachrichten reagieren als Kleinanleger, Politiker oder Boulevardzeitungen glauben. Am Montag war die Welt auf einen Crash an den Börsen vorbereitet, nachdem die Ratingagentur Standard&Poor’s (S&P) am Sonnabend den USA ihre Bestnote „AAA“ entzogen hatte. Doch der „Schwarze Montag“ fand nicht statt. Sehr dunkelgrau war er allerdings: Der Dax rutschte – nach einem kleinen Gewinn am Morgen – am neunten Tag in Folge um weitere fünf Prozent auf 5923 Zähler ab. An so vielen Tagen in Folge verlor der Deutsche Aktienindex zuletzt im September 1990. Das Minus der vergangenen Tage summiert sich auf fast 20 Prozent.
Das ist der größte Kursrutsch seit den Turbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008.
Doch Pessimisten hatten nach dem Downgrade der USA noch Schlimmeres erwartet. Zwar stürzte der Dow-Jones-Index an der Wall Street um 5,5 Prozent auf 10 810 Zähler ab, aber US-Staatsanleihen waren trotz der S&P-Herabstufung gefragt: Investoren verlangten am Montag beim Kauf von amerikanischen Schuldpapieren sogar etwas weniger Rendite als am Freitag.
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