Anti-Piraten-Mission Atalanta : Ein schwieriger Einsatz

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Seit Dezember 2008 ist die Bundeswehr, aktuell mit 300 Soldaten, am Anti-Pirateneinsatz der Europäischen Union (Atalanta) beteiligt. Am 1. Dezember 2011 hat der Bundestag einer erneuten Verlängerung des Einsatzes um zwölf Monate zugestimmt. 97,1 Millionen Euro soll der Einsatz bis Dezember 2012 kosten. Über den Erfolg der Mission lässt sich streiten. 2007 gab es in den Gewässern vor Somalia 51 Piratenangriffe, acht Schiffe wurden entführt. Die Befreiung von 163 Geiseln kostete 3,6 Millionen Dollar. 2011 waren es nach Angaben des Internationalen Maritimen Büros 231 Angriffe, 26 Schiffe wurden entführt. Von den 450 Geiseln wurden 15 getötet. Aktuell sind noch zehn Schiffe in den Händen der Piraten mit 172 Seeleuten als Geiseln. Wie viel Lösegeld die Piraten 2011 eingenommen haben, ist noch nicht endgültig bilanziert. 2010 waren es jedenfalls 238 Millionen Dollar, im ersten Quartal 2011 waren es bereits 65 Millionen Dollar.

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